Chronik
„Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft
geben fürs Leben die richtige Haltung.“
Mit diesem Spruch von Dietrich Bonhoeffer laden wir Sie zu einem Blick in die 100-jährige Geschichte der kfd St. Johannes Baptist Rietberg ein.
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Mit diesem Spruch von Dietrich Bonhoeffer laden wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf den folgenden Seiten zu einem Blick in die 100-jährige Geschichte der kfd St. Johannes Baptist Rietberg ein.
Im Sommer 1912 rief Pfarrer Eberhard Unkraut den „Verein christlicher Mütter“ ins Leben. Als obersten Zweck des Zusammenschlusses legten die Mitglieder in ihrem Gründungsdokument „die Beförderung echter christlicher Erziehung der Kinder im Geiste der katholischen Kirche“ fest. Zu ihrer Vorsitzenden wählten sie die 13-fache Mutter Anna-Maria Steltenkamp.
Regelmäßig kamen die Frauen zum gemeinsamen Gebet zusammen. Auch die Sorge um die Armen der Gemeinde bestimmte das Vereinsprogramm. Vor allem in den Jahren des Ersten Weltkrieges gab es viel Not zu lindern. 1915 schlossen sich die Müttervereine im Erzbistum zum Diözesanverband Paderborn zusammen. 1928 folgte die Gründung des bundesweiten Zentralverbandes mit Sitz in Düsseldorf. Dann aber brach mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 für alle christlichen Vereine und Verbände im Land eine Zeit der Bevormundung und Unterdrückung an. Auch der Mütterverein in Rietberg musste seine Aktivitäten einschränken.
Gemeinschaftsmessen, Mütterschulungskurse und Exerzitien waren aber weiterhin fester Bestandteil des Vereinslebens. Aus dem Jahr 1940 wird zudem von einem Einkehrtag berichtet, der junge Mütter und kriegsgetraute Frauen auf die religiöse Erziehung ihrer Kinder vorbereiten sollte.
Inzwischen mussten die Rietbergerinnen für ihre Mitgliedschaft einen geringen, monatlichen Beitrag zahlen. Nach dem Zusammenbruch der Nazi-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 blühte das Vereinsleben dann auch außerhalb der Kirchenmauern wieder auf.
Am 26. April 1949 ging’s schließlich wieder offiziell los. Der Gedanke, den Frauen- und Mütterverein in Rietberg neu zu beleben, war gut zwei Monate zuvor während einer religiösen Woche vom 20. bis 27. Februar gereift. Mit gleich 233 neuen Mitgliedern entwickelte sich rasch eine lebendige Gemeinschaft. „Gott sei Dank, dass dieser langgehegte Wunsch der Frauen und Mütter endlich in Erfüllung ging“, freute sich natürlich auch Pastor Leo Allerbeck über diesen zweiten Anlauf. Gleichzeitig hegte der Präses die Hoffnung, dass „der Frauen- und Mütterverein ein Segen für die Gemeinde werden“ möge.
Mit ihrer Vorsitzenden Dr. Änne Meyer an der Spitze übernahmen Schriftführerin Clementine Hökenschnieder, Elisabeth Eggenpöhler, Anna Langhorst und Elisabeth Rose die Leitung des Vereines. Um die Betreuung der wachsenden Zahl an Mitgliedern kümmerte sich ein engagierter Kreis von Helferinnen.
Der Zentralverband der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaften nahm im Jahr 1951 wieder seine Arbeit auf. Außer den traditionellen Gemeinschaftsmessen, den Mütterandachten und Exerzitien fanden in Rietberg inzwischen auch gemütliche Nachmittage bei Kleineheinrich und im Kolpinghaus, Wallfahrten nach Werl und Telgte sowie Bildungsfahrten und Ausflüge statt. 1955 verbrachten die Teilnehmerinnen drei schöne Tage in Maria Laach. 1958 folgte eine Bäder-Tour nach Oeynhausen, Salzuflen, Meinberg und Pyrmont.
Auf großes Interesse stießen außerdem Vorträge zu Themen wie „Die Frau in der Kirche“ oder „Jugend von heute – nicht schlechter als früher“.Keine Frage: Das Selbstverständnis und die Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft waren in einen bedeutungsvollen Wandel geraten.
Das Zweite Vatikanische Konzil von 1962 bis 1965 begrüßte diese Entwicklung ausdrücklich und machte sich folgerichtig für einen weiteren Ausbau der Frauenbildungsarbeit stark.
Im November 1962 übernahm Sophie Kleideiter die Leitung des Müttervereines, der den Frauen in Rietberg immer neue Angebote machte und mit seinem Programm immer mehr Rietbergerinnen erreichte. Als Pastor begleitete Anton Ostermann seit 1960 den stetigen Aufschwung.
Alte Zeitungsausschnitte berichten unter anderem von Einkehrtagen, gemütlichen Nachmittagen mit tollen Darbietungen von Vereinsmitgliedern und Besuchern sowie Hausfrauennachmittage mit Gästen aus der Wirtschaft. Ein ebenso großer Erfolg war die Woche für Mütter 1967.
Die gewachsene Offenheit für alle Frauen – Verheiratete und Ledige, Erwerbstätige und Familienfrauen – spiegelt sich ab 1968 schließlich in einem neuen Vereinsnamen wider. Das Kürzel „kfd“ steht für „katholische Frauengemeinschaft Deutschlands“. Mit der Namensänderung verabschiedete der Bundesverband zugleich eine neue Satzung, die auf demokratischen Strukturen aufbaut.
1972 übernahm Pastor Alfons Wagner das Amt des Präses. Zum guten Gelingen des ersten Pfarrfestes zwei Jahre später trugen die kfd-Frauen gleich auf mehrfache Weise mit einer Cafeteria, einer Losbude und einem Handarbeitsbasar bei – ein eindrucksvolles Beispiel für die Vielfalt an Talenten und Aktivitäten im Verein.
Angesichts des weiter wachsenden Engagements waren auch im Vorstand zusätzliche helfende Hände gefragt. Kassiererin Gertrud Wilhelmstroop, die seit 1959 amtierte, und Vorsitzende Sophie Kleideiter freuten sich über die Unterstützung der beiden neuen Stellvertreterinnen Gerlinde Kühn und Ursula Nottebaum.
Außerdem erklärten sich mehrere Frauen für die Übernahme bestimmter Aufgaben bereit. Ursula Becks gründete den Frauenchor. Gerda Göke und Sieglinde Junkmann kümmerten sich ab 1974 um Angebote zur Mütter- und Altenerholung sowie um die Organisation von Ausflügen und Reisen.
Mittlerweile gehörten der kfd St. Johannes Baptist Rietberg insgesamt 623 Frauen an. Mit der Zahl der Mitstreiterinnen war auch der Bedarf an Ehrenamtlichen gestiegen, denen die Betreuung der neu eingeteilten Bezirke in der Pfarrei anvertraut werden konnte. In Schulungen lernten die künftigen Helferinnen, was bei der Kontaktpflege wichtig war.
Nach Beschluss über die Auflösung der bestehenden Sterbekasse kam ein Großteil des eingezahlten Geldes dem geplanten Neubau des Pfarrheims zugute.
Seit 1975 feiern Mitglieder der katholischen und evangelischen Gemeinde in Rietberg gemeinsam den Weltgebetstag der Frauen, der jährlich am ersten Freitag im März in über 170 Ländern begangen wird. Getreu dem Motto „Informiert beten – betend handeln“ bereitet ein Team der kfd nicht nur die Betstunde vor, sondern auch einen Informationsabend zu dem Land, aus dem die Texte stammen. Unter Leitung von Charlotte Kubasik werden die Lieder eingeübt und mit rhythmischen Instrumenten begleitet. Inzwischen feiern alle kfd-Gruppen des Pastoralverbundes den Weltgebetstag gemeinsam.
Mit Gesprächsabenden und einem Ausflug zum Märchenwald Ibbenbüren wandten sich die Vereinsverantwortlichen im Jahr 1975 zudem auch besonders Alleinstehenden und Alleinerziehenden sowie Frauen aus dem Ausland und ihren Kinder zu. Ebenso versuchten sie gezielt, junge Frauen für ihre Gemeinschaft zu begeistern.
Im Juli 1975 feierte die ganze Gemeinde die Einweihung ihres neuen Pfarrheimes, das seitdem erste Adresse für Versammlungen, Feiern, Vorträge, Ausstellungen und sonstige Veranstaltungen ist. Dank des zusätzlichen Raumangebotes schlossen sich auch weitere Interessengruppen zusammen.
So riefen Ursula Langhorst-Lawrenz und Hildegard Martinschledde einen kfd-eigenen Volkstanzkreis ins Leben. Den neuen Singekreis leitete Ursula Becks.
Die allseits beliebten Zweitagesfahrten mit Gerda Göke gingen in diesen Jahren in die Lüneburger Heide, nach Goslar im Harz und an den Edersee.
Im Rahmen einer Vollversammlung wählten die Mitglieder im Jahr 1977 einen neuen Vorstand. Margret Bügemannskemper und Stellvertreterin Gerlinde Kühn übernahmen die Führung eines Teams von Mitarbeiterinnen, in dem neben Schriftführerin Gerda Göke und Kassiererin Gertrud Wilhelmstroop auch die Leiterinnen der verschiedenen bestehenden Interessengruppen mitwirkten. Die scheidende Vereinschefin Sophie Kleideiter freute sich über ihre Ernennung zur Ehrenvorsitzenden und versprach, sich weiterhin um den kfd-Handarbeitskreis und zusätzlich um die Besuche bei Jubilaren und Langzeitkranken zu kümmern.
Während einer Vorstandsschulung im Oktober desselben Jahres besannen sich die neuen Verantwortlichen auf ihren Auftrag, den die damaligen Verbandsstatuten wie folgt beschrieben: „Die kfd will den Frauen helfen, aus der Kraft des Glaubens und durch eine zeitgemäße Weiterbildung ihre vielfältigen Aufgaben in einer ständig sich ändernden Welt so gut wie möglich zu erfüllen.“
Die Teilnehmerinnen des Schulungswochenendes im Paderborner Immakulata-Haus waren sich einig: Um dieses Ziel zu erreichen, waren in einer Welt des Umbruches im kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Leben andere Aktivitäten erforderlich als früher.
Am Buß- und Bettag im November 1977 fand unter dem Titel „Heiße Würstchen“ die Premiere der neuen kfd-Theatergruppe statt, die von da bis 1998 zu jedem Jahrestreffen ein originelles Programm mit lustigen Stücken, Sketchen oder aufwändigen Märchen auf die Bühne stellte.
Auch Kinder, Jugendliche und die Ehemänner der Darstellerinnen ließen sich gern vor und hinter den Kulissen einbinden. Zum Stamm-Ensemble gehörten Renate Sunder, Cilly Lefeld, Magda Schulze, Siggi Jungmann, Hilde Peitzmeier, Beate Lubahn sowie Renate Glinski als Souffleuse.
Zu den wesentlichsten Aufgaben der Frauengemeinschaft zählen Bildungsarbeit, Glaubensvertiefung und Geselligkeit.
Um in allen Bereichen gezielte Arbeit zu leisten und die richtigen Angebote machen zu können, führte die kfd Rietberg im Frühjahr 1978 eine große Fragebogenaktion durch. 448 Rietbergerinnen im Alter von 20 bis 95 Jahren beteiligten sich und gaben anonym Auskunft über Alter, Herkunft, Familienstand, Ausbildung, Berufstätigkeit und persönliche Einstellungen. Außerdem sollten sie ihre Meinung und Vorschläge zum kfd-Programm mitteilen. Die Ergebnisse der Befragung flossen in den kommenden Jahren in den vereinseigenen Veranstaltungskalender ein. Das Echo der Frauen auf die neuen Angebote war groß. Besonders gefragt waren Gymnastikkurse, medizinische Aufklärung, Theaterbesuche, Studienfahrten, Angebote zur Persönlichkeitsbildung, Einladungen zum Basteln und Kegeln, Unterstützung bei Ehe- und Erziehungsfragen sowie Glaubenshilfen.
Im September 1978 schlossen sich gut 30 Rietbergerinnen auf Initiative von Gerda Göke zur kfd-Gymnastikgruppe zusammen. Die selbstständige Abteilung war seit ihrer Gründung unter dem Dach des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen organisiert. Die Aktivenzahlen wuchsen schnell an.
Zur Einstimmung auf das Jahrestreffen fand erstmals ein Gottesdienst statt. Weitere Akzente im Jahr 1978 setzten eine Informationsveranstaltung über Testament und Erbschaft sowie zwei Kochkurse für Schnellgerichte.
Zu Karneval 1981 ging der erste Lumpenball über die Bühne. Ende Mai 1982 blickte die kfd St. Johannes Baptist Rietberg auf ihr 70-jähriges Bestehen zurück. Ein Renner des Jubiläumswochenendes war „Stina“, ein Buch von Frauen für Frauen. Im selben Jahr trat die Frauengemeinschaft dem Förderverein des Altenpflegeheimes bei.
1983 feierte die Pfarrgemeinde den 500. Geburtstag ihrer Kirche. Die kfd Rietberg beteiligte sich mit einer großen Cafeteria. Zum Festabend präsentierte der Verein außerdem ein „Hochzeitsbild aus früheren Jahren“. Drei Jahre nach der katholischen Frauengemeinschaft Rietberg durfte auch der kfd-Diözesanverband Paderborn sein 70-jähriges Bestehen feiern. Die Festveranstaltung fand in der Westfalenhalle Dortmund statt.
Die Rietbergerinnen waren dabei und bereicherten mit einem Auftritt des ökumenischen Singekreises das Programm.
Ansonsten prägten personelle Veränderungen die zweite Hälfte der 1980er Jahre.
1985 legte Margret Bügemannskemper den Vereinsvorsitz nieder. Die Nachfolge trat ein Vorstandsteam mit Gerlinde Kühn an der Spitze sowie Renate Sunder und Ursula Lawrenz als weitere Verantwortungsträgerinnen an.
Doch schon 1987 musste Gerlinde Kühn ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen wieder aufgeben. Als neue erste Ansprechpartnerin sprang Dorit Friemel ein.
Im selben Jahr durchliefen vier weitere Frauen eine Ausbildung zu Übungsleiterinnen für die kfd-Gymnastikgruppe. Von diesem Quartett ist bis heute noch Ruth Lang aktiv. Ferner starteten die ersten Mutter-Kind-Kurse unter Leitung von Hedwig Siekdrees.
1988 wechselte Pfarrer Alfons Wagner von Rietberg in die Gemeinde Dringenberg. Neuer Seelsorger und Präses vor Ort wurde Michael Rademacher.
Getreu der Devise „Neues wagen“ fand abermals eine Fragebogenaktion zur Programmgestaltung statt.
Aus den Neuwahlen zur Jahreshauptversammlung am 15. März 1989 ging Marie-Luise Kloock als neue erste Vorsitzende hervor. Mit ihrer Kreativität und mitreißenden Art gab sie der kfd frischen Schwung. Unterstützung erhielt sie durch die Stellvertreterinnen Dorit Friemel und Gerda Göke.
Unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ luden Rietbergs kfd-Frauen erstmals Bewohner des Altenpflegeheims zu einem Begegnungsnachmittag ins Pfarrheim ein. Das gemeinsame Frühlingsfest wird bald zum festen Brauch im kfd-Programm. Jährlich lassen sich die Besucher seither mit selbstgebackenem Kuchen verwöhnen und von einem kleinen Programm unterhalten.
Im Festumzug anlässlich der 700-Jahr-Feier Rietbergs im September 1989 erinnerten die Frauen schließlich daran, wie ein Waschtag in alten Zeiten aussah.
Im Juni 1990 lud Elfriede Reckgert erstmalig zum Dienstagsradeln ein. Die rund zweistündigen Touren ins Rietberger Umland gehören bis heute zum Sommer-Programm von Mai bis Oktober. Besonders beliebt ist jedes Mal die Pättkestour im Juli, die schon mittags startet und eine längere Einkehr zum gemütlichen Kaffeetrinken in einem schönen Hofcafé einschließt.
Im September 1990 lebte auf kfd Initiaitive die Tradtion der Rietberger Fußwallfahrt nach Wiedenbrück wieder auf, die seit dem Bau der B64 nicht mehr stattgefunden hatte.
Statt zum zehnten Lumpenball hießen die Frauen im Februar 1991 aus Anlass des Irak-Krieges zu einem Friedensgebet willkommen.
Nur einen Monat später rüttelte Brunhilde Walter ihre Zuhörerinnen mit einem Diavortrag über die Not in Uganda auf. 30 Vereinsmitglieder riefen daraufhin die Aktion „Wolllust bei der kfd“ ins Leben und strickten Decken für das Hilfsprojekt in Afrika.
Seit 1991 standen im Herbst regelmäßig Vorträge zu Themen wie Tod, Trauer, Depressionen und Sucht auf dem Programm.
1992 rief Camilla Holub eine neue Handarbeitsrunde in Leben, die seitdem unzählige anspruchsvolle Stickereien fertigte und schon manchen Basar bereicherte. Nach langen Jahren unter Leitung von Paula Schröder und Anneliese Matschke ist mittlerweile Annemie Schiemer für die Stickgruppe verantwortlich.
Auch das offene Singen zur Weihnachtszeit, das erstmals im Dezember 1993 stattfand, ist bis heute guter Brauch. Früher trafen sich die Teilnehmer unter dem geschmückten Weihnachtsbaum im Pfarrheim, dann an der Krippe in der Kirche. Inzwischen kommt die Gemeinschaft für das weihnachtliche Angebot mit Kindergartenkindern und Sternsingern im Altenpflegeheim zusammen.
1994 bereicherte unter dem Motto „Kunst sehen und verstehen“ eine Reihe an Museumsbesuchen und Begegnungen mit Künstlern das Programm.
Die traditionellen Gemeinschaftsmessen, die die religiöse Mitte des Vereines festigen und die Frauen im Gebet vereinen sollen, erhielten durch einen anderen Termin neue Attraktivität.
1995 lud die Frauengemeinschaft zum ersten Mal zu einer Wallfahrt zum Gnadenbild nach Stockkämpen ein. Auf dem Fußweg durch den Tatenhausener Wald legten die Frauen mehrfach Station zum Beten und Singen ein. Nach der Eucharistiefeier in der Kapelle gab es ein „Pilgersüppchen“ zur Stärkung in fröhlicher Runde.
Am 23. Mai 1995 konnte der Verein die 1000. Decke für Uganda verschicken. Einige Frauen – allen voran Anni Reinkemeier – sind bis heute für das Patenschaftsprojekt aktiv und stricken fleißig weiter. Ebenso stellt die Kreativgruppe um Mechthild und Bärbel Hökenschnieder ihre Arbeit in den Dienst der Uganda-Hilfe. Passend zur Jahreszeit fertigen und verkaufen die Mitstreiterinnen dekorative, floristische Kunstwerke.
Die Gruppe, die zu Ostern und Weihnachten auch Bastelkurse anbietet, durfte sich und ihr Engagement nicht zuletzt im Megabuch zur bundesweiten kfd-Aktionswoche 2010 präsentieren. Auch die Sockenstrickgruppe um Gerda Göke klappert alle 14 Tage für einen guten Zweck bei Kaffee und Kuchen mit den Nadeln.
1996 mischten sich die kfd-Frauen zu Karneval begeistert unter die Teilnehmer des Rosenmontagszuges. Großen Anklang fanden sie obendrein mit ihrem Hutbasar zum Pfarrfest im Juni 1997.
Ab 1998 gehören alle heimischen Mitglieder gleichzeitig dem kfd-Bundesverband an. Im selben Jahr blickte die Gymnastikgruppe auf 20-jähriges Bestehen zurück.
Die viertägigen „Wanderungen mit der Bibel im Rucksack“ im Eggegebirge und im Sauerland waren eindrucksvolle Erlebnisse in den Jahren 1998, 1999 und 2000.
Nachdem der Buß- und Bettag kein arbeitsfreier Feiertag mehr war, wird das Jahresfest seit 1998 am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober begangen.
Mit dem Termin änderte sich auch die Form der Programmgestaltung. Für die kfd-Theatergruppe fiel der letzte Vorhang. Stattdessen garantierten wechselnde Angebote dafür, dass über die Jahre für jeden Geschmack das Richtige dabei war.
Auch abseits des Höhepunktes im Jahresprogramm finden Bildungsangebote mit unterschiedlichen Referenten zu verschiedenen Themen statt. Unter dem Motto „Köstlich, fein und delikat halten Kuchen wir parat“ beteiligte sich die kfd Rietberg 1999 erstmals an der Kaffeetafel auf der Rathausstraße zum Stadtbürgerfest.
Im Frühjahr 2001 startete Monika Gräbner mit einem neuen, jüngeren Vorstandsteam tatkräftig durch. Die bisherigen kfd-Verantwortlichen Marie-Luise Kloock und Dorit Friemel erklärten sich bereit, die Vereinsführung als Beraterinnen noch eine Amtsperiode lang zu unterstützen.
Bei den ökumenischen Kirchentagen unter dem Motto „Wir bauen an der einen Kirche – eins werden in Christus“ vom 10. bis 14. Juni im Jugendwerk engagierte sich die Frauengemeinschaft mit einer Cafeteria und einem Quiz. Die zweite Kaffeetafel zum Stadtbürgerfest erzielte dank vieler Kuchenspenden einen Erlös von 1.009 Mark.
Seit 2001 ist die Begeisterung der kfd-Frauen fürs Heilfasten ungebrochen.
Inzwischen leitet Christa Tegethoff die Kurse, die jedes Jahr hohe Teilnehmerzahlen erreichen.
Nach der Währungsumstellung kostete die Vereinsmitgliedschaft 13 Euro statt 25 Mark.
Zum Pfarrfest 2002 überraschte die kfd Rietberg statt mit dem gewohnten Kuchenbuffet mit einer gut bestückten Salatbar. Außerdem baten die Mitstreiterinnen die Gäste für originelle Fotos vor die Linse einer Polaroidkamera.
Ebenso unvergessen sind die Backkurse, zu denen Helmut Langen in den Jahren 2002 und 2003 willkommen hieß. Außer der Backkunst begeisterte auch der unvergleichliche Humor des Kursleiters. Anlässlich der Adventsfeiern 2002 und 2003 freute sich die Gemeinschaft über jeweils 30 neue Mitglieder.
Im Juli 2003 fiel der Startschuss zur segensreichen Zusammenarbeit der katholischen Frauengemeinschaften im Pastoralverbund. Im Wechsel schwingen sich die Mitglieder in Rietberg, in Bokel und Mastholte zur Frauen-Friedens-Fahrradtour in den Sattel. Wegkreuze und Bildstöcke geben Anlass zu Zwischenstopps und Gebeten.
Der Abend klingt nach einem gemeinsamen Gottesdienst bei Imbiss, Spiel und Gesang in gemütlicher Runde aus. Für die Vorbereitung ist in Rietberg der kfd-Liturgiekreis zuständig, der alle Gottesdienste der Gemeinschaft mitgestaltet.
2003 feierte die Gemeinde mit einem Tag der offenen Tür die Wiedereröffnung des renovierten Pfarrheims. Die kfd Rietberg beteiligte sich mit 1.000 Euro Spende an der Anschaffung einer Spülmaschine.
Im 25. Jahr ihres Bestehens zählte die kfd-Gymnastikgruppe über 200 Aktive. Zum Dank für ihr beispielloses Engagement wurde der „Chefin“ Gerda Göke im November 2003 die kfd-Anstecknadel plus Urkunde verliehen. Im Jahr drauf übernahm Ute Descher die Leitung der Abteilung, die ab sofort „kfd-sportiv“ heißt. Gerda Göke wurde Ehrenvorsitzende.
Im September 2004 trat Andreas Zander die Nachfolge von Pfarrer und Präses Michael Rademacher an.
Seniorentanzleiterin Heike Koop rief einen neuen „Tanzkreis ab 50“ ins Leben. Seither fördert das Angebot die Geselligkeit, die Konzentration und das Rhythmusgefühl der Tänzerinnen und bringt einmal in der Woche ihren Kreislauf in Schwung.
Der Einkehrtag 2004 fand einmal nicht in einem Kloster in Varensell, Wiedenbrück, Rüthen oder Bestwig, sondern im Rietberger Pfarrheim statt. Pädagogin Marianne Haas stellte die Veranstaltung unter das Thema „Vertrauen – Befreiung zum Leben“.
Christa Tegethoff übernahm von Gerda Göke die Organisation von Reisen und Ausflügen. Weiterhin bereichern Tagestouren und Betriebsbesichtungen das kfd-Programm.
Im März 2005 bekam Marie-Luise Kloock die Würde der kfd-Ehrenvorsitzenden angetragen. Mit ihr zog sich auch Dorit Friemel endgültig aus der Vorstandsarbeit zurück.
Die Leitung der Abteilung „kfd sportiv“ liegt seit Anfang 2007 in den Händen von Marieluise Brockschnieder. Als Kassenführerin und Schriftführerin wirken nach wie vor Marion Verfürth und Karin Hökenschnieder mit.
Der Lumpenball zur Karnevalszeit erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wird seit 2007 an jeweils zwei Abenden veranstaltet.
Vorstandsmitglieder Ulla Potthoff und Monika Gräbner, die 2002 und 2007 Rietberger Prinzessinnen waren, heizten die Begeisterung noch einmal an. Inzwischen erwartet die Jecken ein gut vierstündiges Programm mit Besuch der amtierenden Tollitäten und Musik vom Fanfarenzug. Anstelle von Stockkämpen steuern die Wallfahrten seit Mai 2007 wechselnde Ziele an, zum Beispiel das Gnadenbild von Telgte und die Mariengrotte in Liemke.Die Abteilung „kfd sportiv“ freute sich im Dezember 2007 über einen Sonderpreis in der Kategorie „Frauenfreundliche Vereine“, den Landessportbund und Sportministerium in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Wettbewerbes um den Preis „Mädchen und Frauen im Sport“ ausgelobt hatten.2008 beschloss die Delegiertenversammlung auf Bundesebene ein neues Leitbild mit zehn Kernsätzen unter dem Titel „kfd – leidenschaftlich glauben und leben“. Im selben Jahr prägte in Rietberg die Landesgartenschau den Veranstaltungskalender.
Das Klostercafé aller 14 Frauengemeinschaften aus dem Bezirk lud jedes Wochenende ins Refektorium des ehemaligen Franziskanerklosters ein und fand viel Anklang. Insgesamt brühten die Gastgeberinnen 155 Kilo Kaffee auf, brachten 15.252 Stückchen Kuchen und 275 Liter Eiscreme unters Volk.Der Erlös in Höhe von 10.000 Euro floss in die Renovierung der Klosterkirche. Aus den mehr als 2.000 Euro Trinkgeldern finanzierten die Frauen außerdem die Figuren für die neue Krippe im Gotteshaus.
Genau wie das Klostercafé garantierte die kfd-Woche ein vielfältiges Angebot. Zur großen Abschlussveranstaltung kamen über 700 Frauen aus dem ganzen Bistum nach Rietberg. 2010 erfolgte eine Beitragserhöhung von zuletzt 15 auf 17 Euro. Eine gemeinsame Wallfahrt mit den Frauengemeinschaften aus Mastholte und Bokel zum Zisterzienser-Kloster in Bochum-Stiepel im selben Jahr kündete von der verstärkten Zusammenarbeit auf Pastoralverbundsebene.An Beliebtheit nichts eingebüßt hat bis heute das Frühlings- und Herbstwandern, das seit 2002 im Programm steht. In den letzten Jahren nahmen die Teilnehmerinnen in Etappen den Hermannsweg unter die Füße.Statt mit der traditionellen Adventsfeier endete das 99. kfd-Jahr in Rietberg bei einer gut besuchten Fackelwanderung mit anschließendem Grünkohlessen.
29. Juni 2018

04. Juli 2018

Nach einer sehr freundlichen Begrüßung im Foyer der Firma wurden zwei Gruppen gebildet, die jeweils die Produktion in Rietberg, wie auch die hauseigene Ausstellung besichtigten.
Die sehr große Ausstellung mit den verschiedensten Kojen im Wohn-/ Schlafzimmer- und Flurbereich zeigte den Damen wie vielfältig und kreativ Möbel heute einsetzbar sind.
Nach den jeweiligen Führungen erwartete die Damen noch ein gemütlicher Ausklang mit allerlei Leckereien im betriebseigenen Bistro.
20. Juli 2018

KFD lud zu einem Musical in die Freilichtbühne nach Tecklenburg ein.
Es wurde das Musical Monty Pythons Spamalot gespielt.
An diesem Event nahmen ca. 50 Frauen teil.
09. Oktober 2018

Die Jubilarehrung fand bei sommerlichen Temperaturen im Pfarrheim statt. Tim Doppmeier begeisterte die Teilnehmerinnen mit seinen Tischzaubereien. Rundum ein gelungener Nachmittag.
Leider ist das Bild mit unseren Jubilarinnen, denen wir für Ihre lange Mitgliedschaft in unserem Verein danken, verwackelt und kann somit nicht veröffentlicht werden. Dies bitten wir zu entschuldigen.
09. November 2018

Unter dem Motto „Grußkarten und kleine Geschenke selbst gemacht“ traf sich der Kreis junger Frauen zu einem ruhigen Bastelabend. Unter fachkundiger Leitung entstanden Karten, Lampenschirme für Weingläser und vieles mehr. Der Kreativität wurden keine Grenzen gesetzt. Erstaunlich was man aus Papier und Pappe alles machen kann.
